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Birnen-Dattel-Kuchen mit Mohn [zuckerfrei]



BIRNENKUCHEN MIT DATTELCREME UND MOHN [ZUCKERFREI]

 

[für eine Springform von 28 cm Ø]

 

In der letzten Zeit [insbesondere seit Barbaras Libanon-Challenge] hat uns die arabische Küche fest im Griff. Wenn es um die wöchentliche Essensplanung geht kommen wir irgendwie immer wieder auf die würzigen Gerichte aus den Regionen der Levante, des Nahen Ostens und der Türkei zurück. Sind sie doch meistens perfekt für Vegetarier, strotzen vor spannenden Gewürzen und machen sowohl beim Kochen, als auch beim anschließenden Essen einfach große Freude.

 

Irgendwie ist dabei allerdings die süße Küche bisher etwas auf der Strecke geblieben. Desserts und Kuchen gibt es in der arabischen Küche in großer Zahl und sie setzen ebenso wie die herzhaften Vertreter auf spannende Gewürz- und Zutatenkombinationen. Diese Vielfalt hat mich inspiriert und ich wollte meine ganz eigene Version davon kreieren.

 

Da bei uns im Alten Land aktuell neben den heiß geliebten [und ständig verbackenen] Äpfeln auch die ersten Birnen geerntet werden, habe ich mich zur Abwechslung mal für diese entschieden. 

 

Herausgekommen ist also quasi eine Fusion aus regionalem Obst mit den Aromen von 10001 Nacht: die Birnen werden vor dem Backen kurz in etwas Weißwein und mit einem Hauch Nelke gekocht, anschließend wandern sie in eine Quark-Dattel-Creme, die zusammen mit Mohn und ein paar ausgewählten Gewürzen perfekt auf den mürben Schokoboden passt.

 

Uns hat die Kombination begeistert und es lohnt sich definitiv den cremig-aromatischen Kuchen nachzubacken. 

 

Vom Teig ist überraschenderweise so viel übrig geblieben, dass wir unseren heiß geliebten Keksausstecher in Form eines Kamels heraus kramen konnten. Die Kamele haben es sich nun auf dem Kuchen bequem gemacht und geben ihm den letzten Schliff [nicht zuletzt, weil sie beim Backen wunderbar knusprig werden und fast ein bisschen an Streusel erinnern …]




Zubereitung

 

Zutaten für den Mürbeteig:

 

  • 250 g Dinkelmehl Typ 630
  • 40 g Backkakao
  • 3 TL Weinsteinbackpulver
  • Muskatnuss
  • Salz
  • 140 g kalte Butter
  • 1 Ei [Größe M]

 

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten und diesen in Frischhaltefolie gewickelt ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.

 

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2/3 des Teiges ausrollen und die Springform damit auskleiden, sodass ein ca. 3 cm hoher Rand entsteht. Die ausgekleidete Form erneut in den Kühlschrank stellen. Den Rest Teig ebenfalls kühlen.

 

 

Zutaten für die Birnen:

 

  • 500 g Birnen; ungeschält
  • 50 ml Weißwein [oder Wasser / Apfelsaft]
  • Nach Belieben einen Schluck Williams-Christ-Schnaps
  • 1 Msp. gemahlene Nelken

 

Die Birnen vierteln, schälen und in Würfel schneiden. Weißwein, Birnenschnaps und 200 ml Wasser mit den Nelken zum Kochen bringen. Die Birnen ca. 3 Minuten blanchieren, abgießen und anschließend etwas abkühlen lassen.

 

 

Zutaten für die Creme:

 

  • 1 Vanilleschote
  • 150 g Hafercreme zum Kochen
  • 20 g Tahini
  • 2 TL Backkakao
  • 1 TL Zimt
  • je eine Prise Muskatnuss, Piment und Kardamom
  • Salz
  • 200 g Softdatteln

 

Die Vanilleschote auskratzen. Sowohl ausgekratzte Vanille, als auch die Schote zum Haferdrink geben und alles mit Tahini und den Gewürzen zum Kochen bringen. Kurz köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und über die Dattel gießen. Die Mischung zu einer glatten Masse pürieren und abkühlen lassen.

 

[Im Grunde lässt sich die Creme hervorragend vorbereiten. Sie kann dann z.B. über Nacht im Kühlschrank durchziehen!]

 

  • 300 g Magerquark
  • 200 g Creme légère
  • 2 Eier [Größe]
  • 60 g gemahlenen Mohn

 

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Dattelcreme mit Quark, Creme, Eiern und Mohn vermischen. Die Füllung auf dem Boden verteilen und die Birnen draufgeben. Den restlichen Teig entweder wie Streusel oder als Kekse ausgestochen auf dem Boden verteilen.

 

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen ca. 40-45 Minuten backen. Anschließend 15 Minuten im Ofen abkühlen lassen, herausnehmen und zum Servieren am besten ganz abkühlen lassen.

 

Tipp: Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er über Nacht durchgezogen ist.



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