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Brotzeit á la Nordmahl


BROTZEIT Á LA NORDMAHL

 

Leckeres, eingeklemmt zwischen zwei Scheiben Brot, das funktioniert auf der ganzen Welt.

 

Pauline und ich lieben dieses „kalte Abendessen“ aus zwei Gründen:

1. Pauline, Königin der Hefe und des Sauerteigs hat den Kopf voller Ideen für hausgemachtes Brot und nutzt daher gerne jede Gelegenheit zum Backen.

2. Wir haben vor einiger Zeit Wurst und Fleisch vom Ernährungsplan gestrichen und so ist es für uns Herausforderung und Freude zugleich, neue Brotbelege zu kreiren.

 

So verwundert es nicht, dass es bei uns einmal in der Woche ein kaltes Buffet mit frisch ausgedachten Kreationen gibt. Dass von den Leckereien auch immer noch etwas übrigbleibt, was am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen werden kann, ist ein positiver Nebeneffekt.

 

Unsere Buffets sind keine Themenabende. Es wird wild kombiniert und „gecrossovert“. Da gibt es schon mal ein Laugenbrötchen mit asiatischem Eiersalat. Wir lieben das und haben bisher alles überlebt. Vielleicht können wir euch von der einen oder anderen Idee überzeugen.

 

 

Heute bieten wir euch Vollkornbrot mit spannendem Rühreisalat, Erbsen-Pistazien-Creme, marinierten Möhrenstreifen und Schoko-Kokos-Creme. Schmiert euch gerne `ne Stulle.



KERNIGES VOLLKORNBROT

 

[für eine Kastenform mit 30 cm Länge]

 

Ich träume schon lange von einem ganz bestimmten Vollkornbrot, wie ich es bisher nur beim Bäcker bekommen habe. Krosse Kruste und eine weiche, saftige Krume, beladen mit Kernen und Saaten. Außerdem mit einem ganz besonderen Aroma. Ich versuche mich an einem solchen schon seit Ewigkeiten und auch wenn die bisherigen Versuche zumindest nicht so schlecht waren, dass sie im Mülleimer landeten, so war doch keines so, wie ich es haben wollte.

 

Mit diesem Rezept bin ich nun aber endlich zufrieden. Bei unserer allwöchentlichen Brotzeit wurde es außerdem auch von den anwesenden Testern für gut befunden. Deshalb kann ich euch jetzt [endlich zufrieden und mit einem vollen Brot-Bauch] das Rezept verraten.

 

Tipp: Übriges Brot lässt sich hervorragend würfeln und in etwas Öl rösten. So ist es ein geniales Topping für Salat!

  • 50 g Leinsamen

  • 50 g Sonnenblumenkernen

  • 50 g Kürbiskernen

  • 25 g helle Sesamsaat

Alles miteinander mischen und mit 150 ml kochendem Wasser übergießen. Anschließend mindestens 2 Stunden ausquellen lassen.

  • 250 g Haferschrot

  • 250 g Dinkelmehl Typ 630

  • Salz

  • 100 g frische Sprossen

Schrot und Mehl mit dem Salz mischen. Die Sprossen gründlich waschen, abtropfen lassen und zum Mehl geben.

  • 500 ml Buttermilch

  • 80 g Zuckerrübensirup

  • 10 g frische Hefe

Buttermilch und Hefe in einem Topf erwärmen, dabei aber nicht zu heiß werden lassen! Die Mischung sollte handwarm sein. Vom Herd nehmen und die Hefe einrühren.

 

Hefe-Mischung und gequollene Saaten / Kerne zum Mehl geben und alles zu einem [flüssigen] Teig verrühren. Diesen mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

  • 50 g kernige Haferflocken

Am nächsten Tag eine Kastenform fetten und mit einem Großteil der Haferflocken ausstreuen.

 

Den gegangen Teig mit einer Teigkarte oder einem Löffel in die Form füllen. Diese mit einem Geschirrtuch abdecken.

 

Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein backfestes Gefäß mit Wasser füllen und auf den Boden im Ofen stellen.

 

Sobald der Ofen vorgeheizt ist das Gefäß herausnehmen. Das Brot mit den restlichen Haferflocken bestreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot ca. 60 weitere Minuten backen.

 

 

Sobald es fertig ist, das Brot herausnehmen, kurz abkühlen lassen und dann stürzen. Idealerweise lässt man das Brot komplett abkühlen, damit es sich besser schneiden lässt.






MARINIERTE MÖHREN

 

[für 2-4 Portionen]

  • 3-4 Möhren, möglichst groß

  • 1 EL Rapsöl

  • 1 TL Sesamöl

  • 1 EL Apfelessig

  • 1 TL Sojasauce

  • etwas Zucker

  • 3 Tropfen Liquid Smoke [optional]

  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, gemahlene Bockshornkleesamen

Möhren der Länge nach in dünne Streifen schneiden [Ich mache das mit einem Käsehobel, Sparschäler geht aber auch]. Die Streifen etwa 10 Minuten dämpfen [Dampftopf oder einfacher Kochtopf mit eingehängtem Küchensieb].

 

 

Aus den übrigen Zutaten eine Marinade rühren. Möhrenstreifen mit der Marinade vermengen und in einem verschließbaren Gefäß über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.





ERBSEN-PISTAZIEN-CREME

 

[für 2-4 Portionen]

 

Meine Liebe zu Pistazien ist wohl mittlerweile kein allzu großes Geheimnis mehr. Ob nun herzhaft oder süß, sie kommen in meinen Rezeptideen sehr häufig vor. Seit ein paar Jahren kann ich das auch von Erbsen behaupten. Zugegeben wir hatten ein paar Startschwierigkeiten während meiner Kindheit [damit bin ich wohl nicht alleine] aber sie gehören längst zu meinen Lieblingen unter den zahlreichen heimischen Gemüsesorten.

 

Besonders verliebt bin ich seit meinem ersten Versuch ein englisches Erbsenpüree zuzubereiten. Dieser traditionelle Begleiter zu Fisch ist von uns etwas abgewandelt mittlerweile ein Dauerbrenner auf der Essenstafel. Von ihm habe ich mich auch für diesen herzhaft-würzigen Dip inspirieren lassen. Besonders die Minze ist dabei wichtig. Es mag vielleicht für einige befremdlich klingen, aber sie passt so unglaublich gut zu Erbsen und man sollte sie deshalb auf keinen Fall weg lassen!

  • 1 rote Zwiebel

  • etwas Butter

  • 200 g Erbsen [TK]; aufgetaut

  • 50 g Pistazien; geröstete und gesalzen

  • Saft ½ Zitrone

  • ein paar Blätter Minze

  • etwas frische Petersilie

  • Salz, Pfeffer

  • [Honig]

Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Anschließend zusammen mit den Erbsen, den Pistazien, dem Zitronensaft und den Kräutern fein pürieren. Dazu eventuell noch etwas Wasser zugeben. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eventuell etwas Honig für die Süße zugeben.

 

 





SPANNENDER RÜHREISALAT

 

[für 4-6 Portionen]

  • 3-4 Eier

  • 1 TL Speisestärke

  • 3 Scheiben altbackenes Brot, gewürfelt

  • Eine Handvoll Kirschtomaten, fein gewürfelt

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt

  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

  • Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer

Eier mit etwas Salz, Pfeffer und der Speisestärke gut verquirlen. In etwas Öl oder Butter braten. Abkühlen lassen.

 

Das Brot in einer Pfanne ohne Fett knusprig rösten, abkühlen lassen. Tomaten, Zwiebel und Knoblauch in einer Schüssel mischen, mit Olivenöl, Essig und den Gewürzen abschmecken.Das Rührei in Würfel schneiden und dazu geben. Kurz vor dem Servieren das Brot unterrühren.





KOKOS-SCHOKO-AUFSTRICH

 

[für 6-8 Portionen]

 

Seit kurzem hat mich die Leidenschaft für die Kreation süßer Brotaufstriche gepackt. Die Möglichkeiten sind zahlreich und es ist [wie eigentlich immer beim Kochen] ein Segen, wenn man weiß was drinsteckt und sich keine Gedanken über Zutaten wie Palmöl und Co machen muss.

 

Dieser Kokos-Aufstrich ist sehr zu empfehlen. Er ist weder zu süß, noch schmeckt er zu dominant nach Kokosnuss. Außerdem macht er sich gerade auf kernigem Vollkornbrot richtig gut!

  • 50 g geschälte Mandeln

  • 50 g Kokosflocken

  • 100 g Kokosmilch

  • 50 g Zartbitterschokolade; gehackt

  • 30 g weiße Schokolade [vegan]; gehackt

  • 20 g Kokosöl

  • Salz

  • [Ahornsirup]

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und anschließend abkühlen lassen. Dann fein mahlen.

 

Kokosflocken ebenfalls rösten, bis sie duften.

 

In einem Topf die Kokosmilch aufkochen und über die Schokolade gießen. Alles zu einer homogenen Masse verrühren. Nun Mandeln, Kokosflocken, Kokosöl und eine Prise Salz unterrühren. Die Masse abschmecken und eventuell mit etwas Ahornsirup nachsüßen.

 

Nun etwas anziehen lassen und anschließend servieren.

 

 

Tipp: Übrigen Aufstrich fest verschlossen im Kühlschrank lagern und vor dem nächsten Verzehr früher herausnehmen. Die Creme wird im Kühlschrank ziemlich fest und braucht ein bisschen Zeit bei Raumtemperatur, damit sie sich verstreichen lässt.


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