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Pink Curry


PINK CURRY

 

[für 4-6 Portionen]

 

Als ich klein war, dachte ich Curry würde an Bäumen oder Büschen wachsen, so wie Pfeffer oder andere Gewürze. Dass Curry eine Gewürzmischung ist, wurde mir erst später klar. Umso erfreuter war ich, als mir Pauline neulich erzählte, dass es ihr jahrelang genauso ging.

 

Man stellt sich bei Curry oder Tikka Marsala immer vor, dass es klassisch aus Indien kommt. Stimmt ja auch...oft. Tatsächlich ist jedoch die Hauptstadt dieser würzig scharfen Speise London. Dort gibt es über 10.000 indische Restaurants und jeder Londoner isst mindestens einmal in der Woche beim Inder. Und das in Großbritannien beliebteste indische Gericht, Tikka Marsala wurde tatsächlich in Glasgow erfunden! [...von einem pakistanischen Restaurantbesitzer…]

 

Was ich an Curry so liebe: Man kann nahezu alles „verwursten“ was in der Küche noch übrig ist und es schmeckt tatsächlich jedes Mal anders.

 

Was bei mir allerdings immer zwingend dazugehört, ist meine eigene Gewürzmischung, das Garam Marsala. Diese Mischung selber anzusetzen macht einen deutlichen Unterschied zu gekauften Mischungen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

 

Ach ja, ich vergaß zu erklären, warum es ein „Pink“ Curry ist: Ich habe mit gemahlenen Hibiskusblüten experimentiert und da dieses Experiment nicht nur hübsch aussah sondern auch noch richtig gut schmeckte, bleibt es ganz sicher auf unserem Speiseplan.

 

 

Wir hatten statt Reis oder Naan-Brot diesmal gegarte Graupen dazu und das war richtig lecker.




Zubereitung

 

Zutaten Garam Marsala:

  • 4 Kardamom Kapseln, ausgepult

  • ½ TL Koriandersaat

  • ½ TL Kreuzkümmel

  • 3 Zimtblüten

  • 1 ½ TL Bockshornkleesamen

Die Zutaten in einer Pfanne ohne Fett anrösten und mörsern [Eventuell sieben].

 

  • 1 TL Salz

  • 1 TL gemahlene Bockshornkleesamen

  • ½ TL Cayennepfeffer

  • 1 TL getrockneter Knoblauch, gemahlen

  • 1 ½ TL Kurkuma

  • ½ TL schwarzer Pfeffer

Alle Gewürze mischen und in einem fest verschließbaren Glas über Nacht ruhen lassen.

 

 

Zutaten für das Curry:

  • 1 Paprikaschote, gewürfelt

  • 1 rote Zwiebel, gewürfelt

  • 1 Knoblauchzehe, gewürfelt

  • 1 Handvoll Cashewnüsse, grob gehackt

  • Saft ½ Limette

  • 2 TL Aprikosenmarmelade

  • 200 ml Kokosmilch

  • Garam Marsala nach Geschmack

  • [optional: Veganer Hähnchen-Ersatz]
  • 2-3 Hibiskusblüten, fein gemörsert

Das Gemüse und die Nüsse in der Pfanne in etwas Öl anbraten. Limettensaft, Marmelade und Kokosmilch dazugeben und aufkochen lassen. Mit dem Garam Marsala nach Geschmack würzen und abschmecken. Wir haben in unserer Variante veganen Hähnchen-Ersatz untergemischt. Hibiskusblüten dazugeben und sofort servieren.

 

* Bei den Gemüsesorten und den Nüssen hat man die freie Auswahl, alles geht. Auf gar keinen Fall darf man aber auf Säure in Form von Limettensaft o.ä. verzichten, da die Hibiskusblüten das Curry sonst eher graublau färben. (Chemieunterricht, 10. Klasse) Geschmacklich kein Problem, optisch schon…

  • 250 g Graupen

Entsprechend der Packungsangaben zubereiten und dazu servieren.



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