· 

Osterbrunch: Smörgåstårta


SMÖRGASTÖRTCHEN

 

[für 4 Törtchen]

 

Buttergans. Das zumindest ist die wörtliche Übersetzung von smörgås aus dem Schwedischen ins Deutsche. Sie stammt noch aus der Zeit in der Butter selber gestampft wurde. Die Butterflocken, die bei diesem Vorgang der Butter[smör]-Herstellung an die Oberfläche stiegen, erinnerten an fliegende Gänse [gås], was wohl einen besonders durchtriebenen Schweden auf die Idee jener Bezeichnung brachte, die auch heute noch ein belegtes ‘Butterbrot’ meint. Darüber hinaus steckt aber auch eine regelrechte Tradition hinter dem smörgås, quasi die eigene Mahlzeit zum Butterbrot.

 

Die meist üppig belegten Sandwiches gibt es nämlich zu einer Brotzeit, also einer eigenständigen Hauptmahlzeit. Dabei wandern neben Fisch, Fleisch und Wurst auch verschiedenste Gemüsesorten, Cremes und Aufstriche auf das meist dunkle Roggenbrot. Jede dieser Varianten hat einen eigenen Namen, so zum Beispiel das beliebte Räksmörgås [“Krabbenbrot”].

 

Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, haben die Schweden aus den zauberhaften Schnittchen gleich noch eine Torte gemacht: diese smörgåstårta ist klassischerweise eine Brottorte mit verschiedenen, herzhaften Füllungen. Meist verwendet man Fisch und frisches Gemüse, sowie Kräuter und Käse.

 

Wir haben uns von diesem Vorbild inspirieren lassen und gemeinsam eine eigene Variation kreiert. Statt Torte gibt es nun Törtchen aus Dinkeltoastbrot und kräftigem Pumpernickel, dazwischen steckt sowohl eine würzige Füllung aus Matjes, als auch eine her süßliche Heidelbeer-Creme. Bei den Schweden ist es nämlich üblich, dass jeder Bürger das Recht hat sich in der Natur an Pflanzen, Beeren und Pilzen zu bedienen. Folglich gehören Beeren auch zum Lieblingsobst der Skandinavier. Allen voran die Blaubeere, deren süße und gleichzeitig herbe Note perfekt zum Fisch passt.

 

 

Die Törtchen sind perfekt für ein Brunchbuffet und lassen sich super vorbereiten. Je länger sie durchziehen können, desto besser.



Zubereitung

 

Zutaten für die Törtchen:

  • 1 Packung Pumpernickel [große Scheiben!]

  • 1 Packung Dinkeltoastbrot [ebenso eignet sich unser schwedisches Toastbrot]

Wir haben für die Törtchen ganz normale Dessertringe verwendet. Mit ihnen sticht man für vier Törtchen insgesamt 8 Pumpernickel-Kreise und 4 Toastbrot-Kreise aus. Die Scheiben erstmal zur Seite legen.

 

Tipp: Das übrige Brot ist perfekt um es einzufrieren. Man kann es dann für Knödel verwenden oder wie wir als Grundzutat für eine knusprige Haube mit der man Fisch oder Fleisch toppen kann.

 

 

Zutaten für die Matjes-Füllung:

  • 2-3 Matjesfilets

  • jeweils eine kleine Menge Schnittlauch und Petersilie

  • 150g Frischkäse Rahmstufe

  • ½ Apfel; fein geschnitten

  • Salz

  • Pfeffer

Den Matjes fein schneiden, die Stücke dürfen nicht zu groß sein! Kräuter fein hacken und mit dem Frischkäse vermengen. Fisch und Apfel unterrühren und die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Wer mag kann noch einen TL Meerrettich hinzufügen. Die leichte Schärfe passt sehr gut!

 

 

Zutaten für die Blaubeer-Füllung:

  • 100g Frischkäse Rahmstufe

  • 1 TL Zitronensaft

  • Salz

  • Pfeffer

  • 1 TL Ahornsirup oder Honig

  • 150g Blaubeeren [frisch oder TK]

  • 1 Msp. Senf

Den Frischkäse mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und dem Ahornsirup glatt rühren. Ein Drittel der Blaubeeren mit der Gabel zerdrücken und ebenfalls unterrühren. Den Rest ganz vorsichtig mit dem Senf hinzufügen, damit sie nicht kaputt gehen.

 

Nun die Dessertringe auf eine stabile Unterlage stellen. Beim Schichten mit einer Pumpernickel-Scheibe beginnen, darauf kommt die Matjescreme. Es folgen die Scheibe Toastbrot, Heidelbeer-Creme und zum Schluss die zweite Scheibe Pumpernickel.

 

So alle vier Dessertringe füllen und anschließend mindestens 1 Stunde kaltstellen. Je länger, desto besser.

 

Wer mag kann die Törtchen zum Servieren mit Gurkenscheiben oder Radieschen dekorieren. Einfach sehr dünne Scheiben von der Gurke zu kleinen Rosen drehen. Die Radieschen ebenfalls sehr dünn schneiden und in Fischschuppenoptik auf den Törtchen verteilen.

 

 

Tipp: Wer es lieber größer möchte, kann die Törtchen auch als Torte in einem Backrahmen oder mithilfe einer Springform schichten. Dafür die Zutaten verdoppeln.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0