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Gestovter Fenchel und Dinkel-Feta-Frikadellen


GESTOVTER FENCHEL UND DINKEL-FETA-FRIKADELLEN

 

[für 4-6 Portionen]

 

Pauline und ich sind fast schon besessen von vegetarischen Frikadellen, weil es so viele Möglichkeiten für den Fleischersatz gibt und Frikadellen einfach immer gehen.

 

Pauline hatte nun ein neues Rezept für Dinkelfrikadellen entwickelt und bat mich um Ideen für eine Beilage. Ich habe mal wieder meine Kindheitserinnerungen hervorgekramt und erinnerte mich an eine wirklich leckere Beilage zu Fleischfrikadellen bei meiner Oma: Gestovtes Gemüse, ein norddeutscher Klassiker.

 

In Herkunftswörterbüchern findet man viele Deutungsmöglichkeiten für das Wort „gestovt“, mir persönlich hat immer die Erklärung meiner Oma gereicht: „Das kommt von „gestäubt“ und so heißt es, weil die Sauce mit Mehl bestäubt wird.“

 

Bei gestovtem Gemüse wird aus dem Gemüsekochwasser, Milch und Butter eine Mehlschwitzensauce hergestellt, einfach aber genial. Ich hatte das Gericht schon mit nahezu allem an heimischem Gemüse gegessen, wollte aber mal was anderes ausprobieren, so kam ich auf Fenchel.

 

 

Pauline war zunächst wenig begeistert, hatte keine Lust auf den „Mehlpaps“. Also habe ich das Ganze abgespeckt und heraus kam eine wirklich leckere Beilage, die schon fast als Hauptgericht durchgehen könnte.



Zubereitung:

 

Zutaten für die Dinkel-Walnuss-Bratlinge mit Feta-Füllung:

  • 20g getrocknete Steinpilze

  • 1 kleine rote Zwiebel; fein geschnitten

  • 1 EL Olivenöl

  • 250g Dinkel wie Reis

  • 500 ml Gemüsebrühe

  • ein Bund Petersilie; fein gehackt

  • 50g Walnusskerne; grob gehackt

  • 30g Semmelbrösel

  • 1 EL süßen Senf

  • 1 Ei [Größe M]

  • Salz

  • Pfeffer

  • Muskatnuss

  • 150g Feta

Die getrockneten Steinpilze in lauwarmem Wasser einweichen. Die Zwiebeln im Öl andünsten bis sie glasig werden. Die eingeweichten Steinpilze fein hacken und in die Pfanne geben, kurz weiterbraten.

 

Anschließend den Dinkel zur Zwiebel-Pilz-Mischung geben und alles vermischen. Die Brühe angießen und mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze 25-30 Minuten garen lassen.

 

Den gegarten Dinkel abgießen und kurz abtropfen lassen [sofern noch Flüssigkeit vorhanden ist]. Danach je nach gewünschter Konsistenz der Frikadellen pürieren. Wir mögen es lieber etwas grober, man kann die Mischung aber auch sehr fein verwenden.

 

Nun Petersilie, Walnusskerne, Semmelbrösel, Senf und die Eier zum Dinkel geben und alles gut miteinander vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

 

Mit feuchten Händen 8 Frikadellen formen, diese mit einem Stück Feta füllen und kurz in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Servieren eine Pfanne mit Öl erhitzen und die Frikadellen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 5 Minuten anbraten.

 

Zusammen mit dem Gemüse servieren.

 

 

Tipp: Je nach ‘Verwendungszweck’ lassen sich die Frikadellen unterschiedlich aromatisieren. Wer sie zum Beispiel zu einer würzigen Tomatensoße servieren möchte, fügt einfach Konblauch, etwas Basilikum und Oregano hinzu. Genauso passen Kreuzkümmel, Paprika, Cayennepfeffer und Chili für eine arabische Note. Lasst eurer Fantasie freien Lauf!



Zutaten gestovter Fenchel:

  • 2-3 Fenchelknollen

  • Etwas Butter

  • 1 Paket Hafercreme

  • Salz, Pfeffer Muskat 2-3 Safranfäden

Fenchel in mundgerechte Stücke schneiden und bissfest garen. Abgießen, etwas Kochwasser auffangen.

 

Butter im Topf schmelzen, Kochwasser des Fenchels, Hafercreme und Gewürze dazugeben, aufkochen lassen. Sollte die Sauce sehr dünnflüssig sein, mit etwas angerührter Speisestärke andicken. Fenchel dazugeben.

 

 


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