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Kartoffel-Hefezopf


KARTOFFEL-HEFEZOPF

 

[für einen großen Zopf]

 

Die meisten lieben Hefegebäck, zumindest sind mir bisher noch nicht viele Menschen über den Weg gelaufen, die etwas gegen den weichen, aromatischen und so vielseitig einsetzbaren Teig haben. Ein Klassiker mit Hefe ist dabei schon immer der Hefezopf, Striezel, Spizl oder Challa. Denn so viele Regionen und Länder wie es gibt, so viele Namen und Varianten gibt es auch. Die einen essen ihn zu Ostern, die anderen verschenken ihn zur Taufe. Bei manchen ist er Teil religiöser Praktiken und wieder andere essen ihn jeden Sonntag zum traditionellen Frühstück.

 

Ich glaube die meisten Traditionen, zu denen der Hefezopf gehört, beruhen aber auf einer unumstößlichen Tatsache: Hefegebäck ist Gemütlichkeit, Freude, Liebe und vor allem ist es lecker. Keine andere Bäckerei repräsentiert Geborgenheit so sehr wie ein noch ofenwarmes Hefebackwerk. Ich glaube es kann sogar Menschen zusammenbringen und ist beim Essen manchmal wie eine herzliche Umarmung.

 

Auch wir lieben den klassischen Hefezopf, aber als ich beim Stöbern in Omas alten Kochbüchern auf eine in Vergessenheit geratene Variante gestoßen bin, musste ich sie einfach probieren: ein saftiger Hefezopf mit Kartoffeln. Das Rezept habe ich verändert, aber der Geschmack ist immer noch so genial, wie im Kochbuch beworben.

 

 

Durch die geriebenen Salzkartoffeln bekommt der Teig eine saftig-luftige Konsistenz und eine leicht herzhafte Note. Laurwarm und bestrichen mit etwas Butter oder Marmelade ist er ein Gedicht. Der Teig ist aber auch vielseitig abwandelbar. Unter dem Rezept findet ihr ein paar unserer Ideen.



Zubereitung

 

Zutaten:

  • 500g Dinkelmehl Typ 630

  • ca. 200 ml Haferdrink

  • 75g Zucker

  • 15g frische Hefe

  • Salz

  • 300g kalte Salzkartoffeln [am besten vom Vortag]

  • 60g weiche Butter

  • 1 Eigelb

  • 1 Eigelb

  • 2 EL Haferdrink

 

Zunächst 1 EL des Mehls mit 2 EL des Zuckers und 2 EL des lauwarmen Haferdrinks verrühren. Die Hefe hinzugeben und die Mischung abgedeckt ¼ Stunde zur Seite stellen.

 

Das restliche Mehl mit dem restlichen Zucker mischen und das Salz hinzugeben.

Anschließend die Kartoffeln fein reiben und ebenfalls zum Mehl geben.

Die weiche Butter und das Eigelb ebenfalls zur Mehl-Mischung geben, den gegangenen Vorteig dazu gießen. Nun den Teig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten. Dabei langsam den restlichen Haferdrink hinzugeben. Mal braucht ihr weniger, mal kann es sein, dass ihr einen weiteren Esslöffel hinzugeben müsst. Das hängt immer von der Größe des Eis und der Stärke des Mehls ab.

Beobachtet einfach den Teig. Wenn er sich vom Schüsselrand löst und nicht mehr klebt, zu einer Kugel formen und eine saubere Schüssel legen.

Mit Frischhaltefolie abgedeckt ca 2-3 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

 

Nach der Gehzeit den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, nochmals durchkneten und anschließend in drei Teile teilen. Jeden Teil zu einem 30 cm langen Strang formen. Die drei Stänge flechten und den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen.

 

Den Ofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Das Eigelb und den Haferdrink verrühren. Den Zopf damit bestreichen. Mit Mandeln [oder Hagelzucker] bestreuen und im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 35-40 Minuten backen. Sollte er vorher schon zu braun werden, einfach ein Streifen Alufolie auf den Zopf legen.

 

Tipp!: Der Zopf ist vielseitig abwandelbar. Man kann ihn mit einer Nuss- oder Marzipan-Mohn-Masse füllen, er eignet sich für ein Früchtebrot oder als Teiggrundlage für ein Pull-Apart-Brot. Außerdem kann man ihn mit weniger Zucker auch hervorragend als herzhaften Brotbegleiter verwenden.

 

Ein besonders guter Tipp ist auch, den Zopf zu backen und die Scheiben als Ersatz für Burger-Brötchen zu verwenden. Uns hat das unheimlich gut geschmeckt!

 

 

Guten Appetit!


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