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Pfefferkuchen-Tartelettes


PFEFFERKUCHEN-TARTELETTES MIT HONIG-BIRNEN

 

[für ein Muffinblech mit 12 Mulden]

 

Ich bin quasi mit Pippi Langstrumpf aufgewachsen. Wenn ich genau darüber nachdenke ist es sogar eines der ersten Bücher an das ich mich bewusst erinnere und mit dessen Worten ich als Kind eingeschlafen bin. Pippi ist also quasi eine langjährige Freundin von mir, wir kennen uns eben bereits seit Kindheitstagen.

 

Ein Grund, warum ich das von mir heute so stolz verkünden kann, ist sicherlich, dass Pippi Mamas Leben begleitet seit sie selbst klein ist. Wenn die Zeiten hart waren, und das waren sie oft, dann ist sie in der Welt zwischen den Buchdeckeln verschwunden, hat von Piraten geträumt, die sie ins Taka-Tuka-Land bringen, ist mit Pippi, Tommy und Annika Sachen suchen gewesen oder hat mit Herr Nilsson Pfefferkuchen ausgestochen. Ich kenne die Magie von Geschichten und Pippi ist eine dieser Geschichten, die man für immer im Herzen trägt.

 

Aus diesem Grund stand für mich gleich fest, dass ich irgendetwas mit der schwedischen Variante des Lebkuchens anstellen will. Als Hommage an Pipi, die den Teig direkt auf dem Fußboden der Villa Kunterbunt ausgerollt hat - weil ein Backblech niemals für 500 Pfefferkuchen ausreicht- und natürlich als kleine Freude für Mama.

 

Geworden sind es letztendlich diese kleinen Tartelettes, die super einfach gemacht sind, aber aussehen, als wären sie zeitaufwendig und kompliziert. Ihr könnt damit also wunderbar Eindruck schinden. Gefüllt habe ich sie mit einer cremigen Masse aus Quark, Waldhonig und eingekochten Birnen, verfeinert mit etwas Vanille. Was soll also noch schiefgehen.

 

Ran an die Öfen … und wenn der Platz nicht reicht, nehmt einfach den Fußboden zur Hilfe.

 

 



Zubereitung

 

Zutaten für den Pfefferkuchen

  • 175g Dinkelvollkornmehl

  • 75g Roggenmehl 1150

  • 60g Zucker

  • Salz

  • Pfefferkuchen-Gewürzmischung: 2 gestr. TL Zimt, 2 gestr. TL gemahlener Ingwer, 1 TL Piment, 1 TL Pfeffer

  • 125g kalte Butter

  • 1 Ei [Größe M]

 

Zutaten für die Füllung

  • 250g Quark [20% Fett]

  • 3 EL Waldhonig

  • Salz

  • Vanille

  • 1 Ei [Größe M]

  • 300g Birnen aus dem Glas [natursüß!]

 

Zunächst für den Teig die Mehlsorten mit Zucker, Salz und den Gewürzen mischen. Die Butter in Würfeln und das Ei hinzugeben. Nun schnell zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell benötigt ihr noch etwas Milch / Wasser, das hängt von der Größe des Eis ab. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ½ Stunde kalt legen.

 

Den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Zunächst 12 Kreise ausstechen, hierfür am besten ein Glas oder ein anderes Objekt verwenden, dessen Durchmesser etwas größer ist als die Mulden des Muffinblechs. Die ausgestochenen Kreise in die Formen drücken, sodass ein kleiner Rand entsteht. Das Muffinblech mit den Böden kalt stellen.

 

Nun aus dem restlichen Teig Sterne und Herzen ausstechen, je nachdem was ihr ihr als Verzierung für die Törtchen möchtet. Die ausgestochenen Kekse beiseite legen.

 

Den Ofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Für die Füllung alle Zutaten miteinander verrühren. Die Birnen abgießen und sehr fein schneiden. Anschließend unter die Creme rühren.

 

Die Creme mit einem Löffel auf die Mulden verteilen. Das Blech sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luft entweichen kann. Nun die ausgestochenen Kekse auf die Küchlein legen.

 

Die Tartelettes nun ca. 20-25 Minuten backen. 10 Minuten abkühlen lassen, anschließend stürzen und die Küchlein auf einem Rost ganz abkühlen lassen. Am besten schmecken die Tartelettes, wenn sie über Nacht durchziehen konnten. Ihr könnt sie aber auch am selben Tag servieren. Einfach etwas mit Puderzucker bestäuben und genießen.

 

Tipp!: Die Mengen für den Teig sind etwas großzügiger bemessen und ihr werdet sicher etwas davon überbehalten. Stecht einfach Kekse aus und backt diese 10-12 Minuten. Sie sind super zum so essen geeignet oder als Grundlage für einen Bröselboden.


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